Krakau, Auschwitz und ein Ausflug in die Slowakei
Nachdem unsere Schule im März 2025 Besuch von der polnischen Partnerschule aus Krakau bekommen hatte, ging es für uns vom 7. – 13. September nach Krakau. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten (auf die Deutsche Bahn war wie immer Verlass), trafen wir am Sonntagabend erleichtert und erschöpft nach 14 Stunden Fahrt in Krakau ein. Für uns Schüler*innen ging es direkt in die Gastfamilien und gleich darauf ins Bett.
Am Montagmorgen hatten wir direkt die Gelegenheit den polnischen Unterricht zu besuchen, dabei fiel uns besonders auf, dass Unterricht dort eher einer Vorlesung in der Universität ähnelt, als „normalem“ Unterricht. Die Schüler*innen werden in der Regel einfach dran genommen und müssen sich nicht melden, außerdem gibt es kein Tafelbild oder etwas ähnliches, die Schüler*innen entscheiden selbst, welche Punkte sie in ihre Notizen mit aufnehmen und welche nicht. Außerdem gibt es keine Arbeitsphasen, in denen aufgetragene Aufgaben erledigt werden, die gesamte Unterrichtszeit besteht aus einem einzigen großen Gespräch.
Nach dem Unterricht wurden wir ganz offiziell von der Schulleiterin begrüßt und haben uns anschließend auf eigene Faust auf den Weg in die Stadt gemacht, begleitet von einem Quiz.


Den Abend verbrachten wir in den Familien, um uns auszuruhen, da es am nächsten Tag zur Gedenkstätte Auschwitz(-Birkenau) ging.
Die Gedenkstätte besteht aus zwei Teilen, bei denen wir jeweils eine Führung bekommen haben. Die Gedenkstätte Auschwitz I war dabei eher ein Museum in den ehemaligen Blöcken (Häusern), es gab viele Ausstellungsstücke wie Koffer, Schuhe und Kleider der ehemaligen Häftlinge. Das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau hingegen war größtenteils original und es wäre auch nicht nötig gewesen dort ebenfalls eine Ausstellung einzurichten, der Ort erzählt genug über die tragische Geschichte und alle wichtigen Informationen werden bereits in Auschwitz I vermittelt. Erschlagen von den vielen Eindrücken machten wir uns am Nachmittag wieder auf den Rückweg in die Stadt und von dort in die Familien.




Am Mittwoch besuchten die Deutschen Schüler*innen morgens eine Stunde lang den polnischen Unterricht und danach das Schindlermuseum, das sich tatsächlich in der ehemaligen Fabrik Oscar Schindlers in Krakau befindet. Dort wurden wir nach der Führung von den polnischen Schüler*innen und einer Stadtführerin abgeholt, die uns dann Krakau gezeigt hat, insbesondere das jüdische Viertel Kazimierz. Nach diesem Tag haben wir den Abend erneut in den Familien verbracht.


Am Donnerstag wurden wir alle beim Aufstehen vom Regen begrüßt, doch der hielt uns nicht davon ab nach Szczawnica an der slowakischen Grenze zu fahren und dort ein wenig die Schönheit der polnischen Natur bzw. Der Ausläufer der Karpaten zu genießen. Wir sind ein Stück am Dunajec entlang gewandert und überschritten irgendwann mehr oder weniger aus Versehen die Grenze, so liefen wir von da an in der Slowakei weiter. Nach etwa zwei Kilometern teilte sich die Gruppe in zwei Hälften, die eine machte sich auf den Rückweg, die andere lief weiter, zwar durch den strömenden Regen, aber mit guter Laune und nach etwa zehn Kilometern Wanderung landeten wir in Sromowce Niżne, einem Ort mit einer polnischen und einer slowakische Seite. Dort betraten wir Polen wieder und nahmen einen Bus zurück nach Szczawnica. Nach dieser Tour waren wir alle müde und nass bis auf die Knochen und so fuhren wir schnell nach Hause und genossen die warmen Duschen.





Last but not least besuchte die deutsche Gruppe am Freitag das Salzbergwerk Wieliczka, ein großes Bergwerk im Südosten Krakaus. Dort hatten wir eine Führung und konnten Statuen, Bilder und eine ganze Kirche aus Salz in teilweise über 130m Tiefe bewundern.




Am Samstagmorgen ging es für uns zurück nach Osnabrück, trotz ausgefallener Klimaanlage und nur einer Stunde Verspätung war unsere Stimmung bei der Ankunft gut. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Frau Friedrich und Herrn Niehoff, die die Reise begleitet haben!










Sehr gut und informativ👍